
Wir als Umlaufbahn-3-Team hatten vor einiger Zeit die überaschende Gelegenheit, bei einem Drehtag der Teufelskicker bei Potzdam dabei sein zu können. Es war gegen Ende der Dreharbeiten des Filmes. Dario und Marvin hatten ihre 23 Drehtage schon hinter sich und waren somit nicht mehr am Set. Henry, der 42 Dretage hatte, war jedoch dabei.
Wir warteten gespannt auf das Eintreffen des Filmteams und natürlich auf Henry, der die Rolle des Moritz spielt. So betrachteten wir das Kommen der LKWs (die langsam Parkschwierigkeiten auf der engen Straße bekamen) und den Aufbau des Sets. Vor uns angelehnt war das Ortsschild von Hultsdorf.
Als Henry schließlich freudestrahlend ankam hatte er die Klamotten an, die er in einer der ersten Scenen des Films trägt: ein gestreiftes blaues Hemd, eine schlichte grau-gestreifte Dreiviertelhose und blaue Chucks. Ein ungewohnter Anblick. Selbst würde er diese Sachen nicht tragen, gestand er uns.
Vor dem beginn der Dreharbeiten führten wir ein
Interview mit Henry, in dem er uns veriet, dass die Rolle Mortiz sehr gut zu im selber passt. Dann wurde er zum Drehen gerufen. Es wurde immer und immer wieder die selbe Szene gedreht, in einem Hof vor einem Haus mit zwei parkenden Autos. Uns wurde es langsam langweilig, so zogen wir uns kurz zurück, während Henry tapfer am Arbeiten war. Er machte das Filmteam ab und an auf Kleinigkeiten aufmerksam, die beim wiederhohlen einer Scene nicht stimmten.
Ich fragte mich, wie es wohl sein wird, wenn die Scene fertig geschnitten ist. Und als ich sie schließlich im Kino sah, war ich erstaunt und begeistert, mit dem Wissen dabei gewesen zu sein.

Zwischen den einzelnen Drehs dribbelte Henry mit einem Fussball.
Es wurde dann Zeit für eine Mittagspause, als die einzelnen Takes dieses Aufbaus vor dem Haus im Kasten waren.
Das Wetter war gut, so wurde der Drehort gewechselt. Die letzten Szenen auf einem Sportplatz sollten gedreht werden, falls es am nächsten Tag regnen würde (diese Scenen kamen im Film gegen Ende vor). Henry zog sich sein Teufelskickertrikot an und erneut wurde aufbebaut. Er half fleißig mit und spielte, immer wenn er konnte, mit dem Ball, während er seinen Text übte.
Er war sehr aufmerksam und geduldig. Die Arbeiten machten ihm offenbar viel Spaß. Doch war er auch froh ins Hotel gehen zu können, als der letze Take für diesen Tag im Kasten war.
Hautnah dabei gewesen zu sein war für mich ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Grade in dem Bereich, wo die Kamera nicht hin kam.
Wie kam es dazu, dass Apollo3 für den Film ausgewählt wurden?
Henry: Ich habe mir immer gewünscht, in einem Film mitzuspielen, Es war richtig toll, es hat richtig Bock gemacht.
Dario: Unser Manager hat uns mal gefragt, ob wir schauspielern wollen. Und dann haben wir Ja gesagt. Und als er uns dann von dem Casting zu Teufelkicker erzählt hat, waren wir alle voll begeistert. Wir haben ihn gefragt um was es geht, dann hatten wir vier oder fünf Mal ein casting und da wurden wir am Ende genommen.
Thomas Peter Fredl (Produzent): Ich habe etwas über sie gelesen, ein Foto gesehen und mir gedacht, die drei sind ein Querschnitt von Charakteren so wie ich sie mir vom Aussehen vorgestellt habe. Für mich war es auch wichtig Hauptdarsteller mit einer gewissen Erfahrung zu haben: Wie es ist sich vor einer Kamera oder öffentlich zu bewegen. Die wahren ja schon gewohnt auf einer Bühne vor großen Publikum zu stehen. Als ich dann auch noch gelesen habe, das die Jungs begeisterte Hobbyfussballer sind, haben wir sie zum Casting eingeladen. Und ich muss sagen, es war absulut richtig: Die Jungs hatten Spaß, wir hatten Spaß und alle drei sind sensationelle Schauspieler!
Henry: Wir hatten das coolste Team das es gibt.
Aus der World (Ausgabe April 2010):
Dario: Diana Ampf, die in dem Film Moritz' Mutter spielt, hat in der Zeitung ein Foto von uns gesehen und es dem Regesseur gezeigt. Der fand, das wir perfekt in den Film passen. Und so haben wir alle eine Rolle bekommen, was wir natürlich super finden.
Im Filmstiftung NRW Newsletter 1/2010 berichtet Manuela Groh:
Es gab durchaus Reibereien und Eifersüchteleien, aber beim Abschlussfest haben die Kinder geweint. Die wollten sich gar nicht trennen. Da hatten sich Freundschaften entwickelt, auch unter den Eltern. Die haben sich wohl gefühlt, was wiederum dem Film zugute gekommen ist.
Für alle, die gerne mehr über den Film erfahren möchten und an kurzen Interviews der Mitwirkenden interessiert sind, haben wir
hier noch ein interessantes PDF für euch. (Link zum Presseheft)